Key Visual - Manage Your Business Integration
 

Mai

20

Migration WebSphere Message Broker nach IBM Integration Bus

By Thorsten Theelen on We, May/20/2015

Der WebSphere Message Broker (WMB) wurde ab Version 9 in IBM Integration Bus (IIB) umbenannt. Mit dieser Namensänderung kamen eine Reihe von neuen Funktionen und eine allgemeine Anpassung des Entwicklungsvorgehens, die eine Migration vom WMB zum IIB etwas komplexer macht, als man das von einem einfachen Versionsupdate vielleicht erwarten würde. In diesem Blogeintrag werden das allgemeine Migrationsvorgehen sowie einige Probleme beschrieben, die dabei auftreten können.

Mögliche Migrationspfade

Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten vom WMB zum IIB zu migrieren: Inplace oder Parallel. Bei einer Inplace-Migration wird die neue Version auf dem bestehenden WMB-Server installiert. Die bestehenden WMB-Artefakte und Konfigurationen werden dann über mitgelieferte Werkzeuge auf die neue IIB-Version migriert. Daraufhin kann der IIB mit den migrierten Komponenten gestartet werden.

Bei einer parallelen Installation wird der IIB auf einem separaten System installiert. Die Konfiguration der alten Umgebung wird exportiert und gemeinsam mit den Softwareartefakten auf der neuen eingespielt. Nach erfolgreichen Tests wird die alte Umgebung ab- und die neue eingeschaltet.

Vorteil der Inplace-Migration ist, dass nur ein Server benötigt wird und die IP-Adresse des Servers gleich bleibt. Bei der parallelen Installation muss ein zweiter Server bereitstehen und die IP-Adresse ändert sich oder muss beim Wechsel auf die neue Umgebung auf den neuen Server umgestellt werden.

Allerdings kann bei einer parallelen Installation ausgiebig auf der neuen Umgebung getestet werden - ohne Auswirkungen auf die produktive Umgebung. Die Umschaltung geschieht erst, wenn alles sicher funktioniert. Bei einer Inplace-Migration muss ggf. ein Rollback durchgeführt werden, wenn nach der Migration irgendetwas nicht funktioniert. Daher ist die parallele Installation der empfohlene Weg.

Migration der Softwareartefakte

In BAR-Dateien gepackte Artefakte aus älteren Versionen lassen sich auf dem IIB deployen und sind lauffähig, solange die sonstige Konfiguration der alten Umgebung entspricht. Sobald die Anwendungen jedoch im IBM Integration Toolkit (IIT) geöffnet werden, um verschiedenste Änderungen durchzuführen, müssen die Softwareartefakte migriert werden. Dies geschieht weitgehend automatisch, es gibt jedoch einige Fälle, in denen manuelle Eingriffe nötig sind.

Grafische Mappings

Im Integration Bus wird ein neuer, grafischer Mapping-Editor verwendet, der aus dem WebSphere ESB übernommen wurde. Alte Mapping-Files können weiterhin verwendet werden, solange sie nicht angepasst werden müssen. Sie können im IIT jedoch nur noch mit Lesezugriff geöffnet werden. Vor einer Anpassung ist eine Migration auf das neue Format notwendig. Diese geschieht automatisch über einen Wizard, allerdings müssen die migrierten Mappings manuell in die bestehenden Message Flows eingebunden werden.

Message Sets

Mit Version 8 des Message Brokers wurde DFDL als Modellierungssprache für Nachrichtenformate eingeführt. Die bis dahin verwendeten Message Sets lassen sich im IIT weiter öffnen und bearbeiten, die Erstellung von neuen Message Sets ist jedoch standardmäßig deaktiviert. Wenn ein Umstieg auf DFDL unerwünscht sein sollte, lässt sich dies jedoch ändern.

Anwendungen und Bibliotheken

In früheren Versionen des WMB wurden sämtliche Integrationslösungen in Form von Message Flows einzeln auf dem Broker deployed. Es gab keine Möglichkeit, die Flows in fachlich zusammenhängende Applikationen zu bündeln. Zu diesem Zweck gibt es nun Applikationen und Bibliotheken, die eine Gruppierung von IIB-Softwareartefakten ermöglichen. Durch diese neuen Konstrukte hat sich auch die Projektstruktur innerhalb des Integration Toolkits stark verändert. Die bisherigen Message Flow Projekte lassen sich weiterhin in das Toolkit importieren und verwenden, es empfiehlt sich jedoch eine manuelle Restrukturierung, um die neuen Funktionen des IIB voll auszunutzen.

Erfahrungen aus Migrationsprojekten

Unsere bisherigen Migrationsprojekte haben gezeigt, dass nicht immer alles so schnell und einfach geht, wie es die Dokumentation behauptet. Da der Integration Bus im Wesentlichen eine Laufzeitumgebung für individuell entwickelte Integrationslösungen ist, gibt es nie zwei identische Kundenszenarien, entsprechend sind auch die auftretenden Probleme recht individuell.

Schwierigkeiten bei der Migration treten vor allem mit selbstentwickelten, von Standards abweichenden Komponenten auf. Außerdem kann es Probleme beim Build- und Deployment geben, wenn es innerhalb eines migrierten Projektes sowohl Komponenten gibt, die vor dem Deployment kompiliert werden müssen, als auch solche, die als Quellcode vorliegen und vom IIB interpretiert werden. Einen weiteren Fehlerschwerpunkt gibt es bei der Nutzung von Adaptern, z.B. für den Zugriff auf SAP-Systeme, hier kann es zu Kompatibilitätsproblemen mit älteren Adapterversionen kommen, die sich nicht immer automatisch bereinigen lassen.

Sollten Sie ein Update von einer früheren Version des WebSphere Message Brokers oder IBM Integration Bus auf eine aktuelle Version planen, unterstützen wir Sie gerne bei der Durchführung einer möglichst reibungslosen Migration.


Margin
Blog-Autor
Thorsten Theelen
Thorsten Theelen
Software Engineer
+49-221-97343-40
Margin
Informationen
7.0.1  7.0.2  8.0  Absatzmarkt  Active MQ  Active  Administration  Agile Lösungen  Agility  AMS  Analyst  Analytics  Anbindung  Anforderungen  Anwenderkonfernz  Apache  Application Server  API Management  API  AS2  ASP  Automatisierung  b2b  B2B Integration  Basic  Big Data  Blogreihe  Bluemix  Blueworks  BPM  Broker  BRMS  Bus  Business Process Management  Business Rules  Buzzword  Camel  Cast Iron  Cloud API  Cloud Computing  Cloud Integration  Cloud  Commerce  Compliance  Conference  Connect:Direct  CPLEX  CXF  DataPower  Decision Server Insights  Deployer  Deployment  Development  DFDL  Digitalisierte Prozesse  Digitalisierung  Domino  DSI  e-Fachverfahren  ersteinrichtung  Edi  Edition  Einführung  Einsatz  Entscheidung  Entwicklung  ESB  Excel  Fahrplanoptimierung  Features  Federated Connectivity  File Transfer  Filetransfer  Finance  FTE  gentran  gis  Geschäftsprozesse  Go Live  Google  Governance  Hardware ESB  Hosting  Hybrid-Cloud  Hybrid Cloud  Hybrid  IBM Blueworks  IBM BPM  IBM Integration Bus  IBM InterConnect  IBM  ILOG DOC  ILOG LNP  ILOG Transportation Analyst  ILOG  Impact  Infrastruktur  Installation  Integration as a Service  Integration Bus  Integration  Integrator  Interoperabilität  IT-Business-Alignment  Konfiguration  Linear  LNP  Logistik  monitoring  M2M  Manage File Transfer  Management  Marktplatz  Mathematik  Mediation  Message Broker  Messages  Messagesight  Messaging  MFT  Migration  Modellierung  MQ  MQTT  Multicast  Muster  Nachlese  Neuerungen in V7.0.1  Neuerungen  off-premise  on-premise  ODM  ODME  Öffentliche Verwaltung  Open Source  Operational Decision Management  Optimierung  OPL  OSGi  Outsourcing  PaaS  Pattern Integration  Pattern  Patterns  Performance  Portfolio  Praxis  Private  Process Server  Produktionsplanung  Prozessautomatisierung  Prozessintegration  Prozessmodelierung  Prozessoptimierung  PureSystem  Qualität  Real Time  Regelmanagement  Rollen  Routenplanung  Routing  ROI  SaaS API  SaaS Integration  SaaS  Salesforce  Schwerpunktanalyse  Script  SCM  Security  Service Federation Management  Servicemix  SFM  SI  Slotting  SoapUI  SOA Cloud Symposium  SOA  SPSS  Standard  Standardplattform  Standardtool  Standortoptimierung  Sterling Integrator  Sterling  SugarCRM  Symposium  Template  TIP  TM1  TOSCA  Transportation  Transportoptimierung  Übersicht  Umstieg  Unix  Update  vergleich  Vorteile  worklight  workload  wtc  Wartung  Websphere  Websphere: Rollen  WebService Security  WebSphere Enterprise Service Bus  WebSphere ESB  WebSphere MessageBroker  WebSphere Technical Conference  WebSphere  WESB  Workloads  WODM  XAR