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Feb

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Einsatzmöglichkeiten und Nutzen eines Business Rule Management Systems

By Frank Erbsen on Th, Feb/11/2010

Was versteht man unter einem Business Rule Management System (BRMS)? Wo und warum wird es eingesetzt?

Das Business Rule Management System stellt aus meiner Sicht eine Erweiterung des „3- Schichten Modells“ von Martin Fowler dar.


Abbildung 1: „Drei-Schichten-Modell“

Um die Komplexität von Anwendungen zu kapseln und aufzubrechen wird auf Anwendungesebene in „Geschäftslogik“, „Präsentationslogik“ und „Datenquelle“ unterschieden. Durch die Festlegung der Schnittstellen zwischen den Schichten können diese unabhängig voneinander entwickelt und anschließend zur Gesamtanwendung zusammengeführt werden.

Die Geschäftslogik umfasst alle Verarbeitungsschritte die letztendlich zwischen der Ein- und Ausgabe der Daten liegen. Dazu gehören zum Beispiel Berechnungen, welche auf den Eingabedaten basieren.

Die Präsentationslogik umfasst die Darstellung der Daten gegenüber dem Endanwender. Über das User Interface wird es ihm ermöglicht Daten einzugeben, Verarbeitungsanforderungen zu initiieren und deren Ergebnisse zu betrachten.

Benötigt die Anwendung Daten aus einem anderen System oder möchte es Daten zu einem anderen System versenden, so muss zu diesem eine Kommunikationsmöglichkeit existieren. Dies ist Aufgabe der Datenquelle. Häufig muss die Anwendung Daten langfristig in einer Datenbank speichern.

Das BRMS geht noch einen Schritt weiter. Die Geschäftslogik wird in die „Verarbeitungslogik“ und „Entscheidungslogik“ gegliedert. Wo liegt der Unterschied zwischen diesen beiden Schichten?


Abbildung 2: Unterschiedliche Zyklen der Entscheidungslogik und der Verarbeitungslogik


Wesentliches Merkmal ist, dass die Teilschichten unterschiedliche Zyklen aufweisen. Sind die Schichten nicht voneinander getrennt, wird bei Änderungen vom durchführenden Personal die Kenntnis beider Logiken gefordert. Die Entscheidungslogik wird wesentlich häufiger als die Verarbeitungslogik verändert. Aufgrund der Komplexität können Anpassungen der Entscheidungslogik allerdings nur von IT-Spezialisten durchgeführt werden.


Abbildung 3: Entkopplung der Entscheidungs- von der Verarbeitungslogik mittels BRMS

Bei der Verwendung eines Business Rule Management Systems werden die Entscheidungs- und Verarbeitungslogik voneinander getrennt. Die Entscheidungslogik wird mittels des BRMS umgesetzt. Anpassungen können nun aufgrund des bedarfsgerechten User Interfaces direkt von den, für die jeweilige Entscheidungslogik verantwortlichen Business Usern, durchgeführt werden.



Abbildung 4: Zugriffsmöglichkeiten auf BRMS


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